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2004 – 2010: Eindrückliches 7. Treffen der GIST-Gruppe Schweiz
Am 23. April 2010 fanden sich rund 90 GIST-Patienten, Angehörige, GIST-Experten sowie Vertreter der Pharmaindustrie in Zürich zum 7. Treffen der GIST-Gruppe Schweiz ein. Als langjährige Spezialgäste wurden Anna Costato aus Italien, Bertrand de Comble aus Frankreich und Candy Heberlein, Präsidentin der Stiftung zur Förderung der Knochenmarktransplantation Schweiz begrüsst. Anwesend waren auch Vertreter der Firmen Bayer (Schweiz) AG, Bristol-Myers Squibb SA, Novartis Pharma Schweiz AG und Pfizer AG.
Für alle Teilnehmenden war es wie immer eine einmalige Gelegenheit das neuste über Gastrointestinale Stromatumoren und deren Therapien zu erfahren sowie die Experten zu treffen. Markus Wartenberg vom Lebenshaus Deutschland, brillierte als Moderator und Ersatzredner von Dr. Daniel Perez, den die Vulkanasche aus Island in Porto gefangen hielt. Wiederum kamen alle mit ihren persönlichen Erwartungen an das Treffen und auch dieses Jahr wurden weder die Teilnehmenden noch die Organisatoren enttäuscht. Das Feld der Redner präsentierte sich wie immer sehr eindrücklich. An der ganzen Veranstaltung wurde wie in den vergangen Jahren eine Simultanübersetzung Deutsch-Französisch-Deutsch angeboten.
Was waren die Themen des Meetings 2010?
Der wichtigste Vortrag wurde von Dr. Michael Montemurro (Leitender Oberarzt CHUV Lausanne und med. Beirat GIST-Gruppe Schweiz) kompetent und klar verständlich vorgetragen und umfasste das Thema "GIST 2010: Was ist heute Standard – wo fehlen uns noch wichtige Antworten?"
Markus Wartenberg vom Lebenshaus Deutschland, referierte souverän über "GIST und Progression".
Amina Haouala, Pharmazeutin CHUV Lausanne, erläuterte die "Wechselwirkungen von Tyrosinkinase-Hemmern mit kardiovaskulären Medikamenten".
Einen ganz speziellen Ansatz zu Coping oder den Umgang mit schwierigen Situationen fand Prof. Dr. Oswald Oelz, Bergsteiger und ehem. Chefarzt Stadtspital Triemli. Mit seinem spannenden, eindrücklichen und unterhaltsamen Vortrag vom „Leben und überleben am Limit“, schlug er die Brücke von extremen Situationen am Berg und den belastenden Situationen im Leben eines Krebspatienten.
Ein topaktuelles Thema, das von Monica Fliedner, Pflegeexpertin Onkologie Inselspital Bern, behandelt wurde und auf reges Interesse stiess, war "Therapie-treue/Compliance": „Warum fällt es schwer, Tabletten regelmässig einzunehmen?“ „Welche Aufgaben sollten Ärzte, Pflegefachpersonen und Patienten in der Therapie- Kooperation erfüllen?“
Den Abschluss der Vortragsreihe machte Dr. Mark Anliker, Leitender Arzt Dermatologie Kantonsspital St. Gallen, mit dem mit interessanten und eindrücklichen Bildern unterstützten Schlussvortrag „Von selten bis häufig: Hautreaktionen bei Tyrosinkinase-Inhibitoren“.
Das aufmerksame Publikum honorierte alle Vorträge mit Applaus. Dies widerspiegelte das hohe Niveau dieser jährlichen nationalen Veranstaltung.
Unter der Federführung von Prof. Dr. Urs Metzger wurde anschliessend die erste Mitgliederversammlung der GIST-Gruppe Schweiz durchgeführt. Der Verein zur Unterstützung von Betroffenen mit GIST wurde am 14. Januar 2010 in Zug offiziell gegründet. Prof. Metzger dankte Martin Wettstein herzlich, dass er sich der wichtigen Aufgabe des Vereins-Präsidenten gestellt hat. Unter grossem Applaus und als erste Amtshandlung stellte sich Martin Wettstein vor. Martin Wettstein, selber GIST-Patient, ist Ingenieur HTL mit eigenem Beratungsbüro. Verheiratet ist er mit Claudia Wettstein, Chiropraktorin. Sie sind Eltern von drei erwachsenen Kindern und leben in Meggen, LU. Claudia Wettstein unterstützt Martin in der GIST-Arbeit sehr.
Anschliessend verdankte Martin Wettstein als erstes den grossen Einsatz und Enthusiasmus von Helga Meier Schnorf zur Weiterführung des Lebenswerkes von Dr. Ulrich Schnorf. Dies in ihrer Funktion als Vorstand, Koordinationsstelle und Sekretariat. Einen weiteren Dank richtete er an Prof. Dr. Urs Metzger für die Mitarbeit und Unterstützung von Helga Meier Schnorf bei der Vereinsgründung. Weiter wurden Prof. Urs Metzger sowie Dr. Michael Montemurro gewürdigt und verdankt, einerseits als Experten und andererseits für ihre Arbeit als medizinische Beiräte. Ein grosser Dank richtete sich auch an Markus Wartenberg vom Lebenshaus Deutschland und an die vier Regionalleiter, Jürg Forster, Urs Notter, Herbert Blatter und Matthias Merki für die Betreuung der Regionalgruppen sowie an Vito Mediavilla für seine Unterstützung bei der Website.
Projekte 2010
Prof. Metzger stellte zwei weitere Projekte der GIST-Gruppe Schweiz vor. Das Hauptprojekt betrifft den GIST-Preis Schweiz 2010.
- GIST-Preis 2010
Der Preis wird wie folgt ausgeschrieben:
Der Verein zur Unterstützung von Betroffenen mit GIST unterstützt alle Bemühungen zur optimalen Therapie von Gastrointestinalen-Stromatumoren. Zur Förderung setzt er einen jährlichen Preis für besondere Verdienste aus. Dieser Preis wird an Personen oder Organisationen in der Schweiz ausgegeben, die sich für dieses Ziel einsetzen. Dies können Vorträge, Papers, Podiumsdiskussionen, wissenschaftlich oder gesellschaftlich relevante Projekte etc. sein. Das Preisgeld beträgt CHF 10'000.-- .Gestiftet wird der Preis aus dem Nachlass Dr. Ulrich Schnorf, Gründer der GIST-Gruppe Schweiz. - GIST-Film
Ein weiteres Projekt betrifft eine filmische Dokumentation von Gabriele Köstler unter dem Arbeitstitel:
„Das Beispiel GIST: Therapieerfolge bei seltenen Krebserkrankungen resp. GIST als Modell-krankheit zielgerichteter Therapien.“ Frau Köstler ist Filmemacherin und hat als Ehefrau eines Viszeralchirurgen einen realen Bezug zum Thema.
Protokoll des 7. Treffen der GIST-Selbsthilfegruppe Schweiz am Freitag, 23. April 2010 in Zürich
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